Ratgeber

Heizzeiten richtig einstellen - Zeitplan und Temperatur

Stand: August 2026 · nach Herstellerangaben geprüft

Kurz gesagt: Stelle eine Komforttemperatur für die Nutzungszeit und eine Absenktemperatur für Nacht und Abwesenheit ein. Plane das Aufheizen etwas vor der Nutzung ein, damit es rechtzeitig warm ist.

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Zwei Temperaturen genügen

Die meisten programmierbaren und smarten Thermostate arbeiten mit einer Komforttemperatur (wenn du den Raum nutzt) und einer Absenktemperatur (Nacht, Abwesenheit). Mehr brauchst du selten. Typische Orientierungswerte:

WohnzimmerKomfort ca. 20 Grad, Absenkung ca. 17-18 Grad
SchlafzimmerKomfort ca. 17 Grad, Absenkung ca. 16 Grad
KinderzimmerKomfort ca. 20 Grad
Badca. 22 Grad zur Nutzungszeit, sonst absenken
Kücheca. 18 Grad - Kochen und Geräte heizen mit
Flur / selten genutztca. 16 Grad - in bewohnten Räumen nicht darunter (Schimmelgefahr); ungenutzte Nebenräume dürfen kühler sein

Das sind Anhaltspunkte, kein Muss - stelle nach deinem Empfinden ein. Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 Grad; die Verbraucherzentrale nennt etwas höhere Komfortspannen (Bad bis 22 Grad). Faustregel: Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie - aber gehe in bewohnten Räumen nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad, sonst steigt die Schimmelgefahr. Mehr: Heizkosten sparen.

Quellen: Umweltbundesamt: Raumtemperatur · Verbraucherzentrale: Raumtemperaturen

Das Wochenprofil

  1. Morgens: Aufheizen etwa 30-45 Minuten vor dem Aufstehen starten, damit es beim Aufstehen warm ist.
  2. Tagsüber: absenken, wenn niemand da ist (Arbeit, Schule).
  3. Abends: Komfort zur Nutzungszeit.
  4. Nachts: absenken - moderat, nicht komplett aus.
  5. Wochenende: eigenes Profil, wenn die Zeiten anders sind.

Vorheizen einplanen

Ein kalter Heizkörper braucht Zeit. Lege den Start der Komfortphase etwas vor die eigentliche Nutzung - dann ist es pünktlich warm, ohne die ganze Nacht durchzuheizen.

Zeitpläne ohne App - Illustration

Zeitpläne ohne App

Beim eqiva Model N stellst du das Wochenprogramm direkt am Gerät ein - kein Smartphone nötig. Boost-Taste fürs schnelle Aufheizen inklusive.

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Fenster-offen und Boost nutzen

Viele Thermostate erkennen offene Fenster am Temperatursturz und drosseln automatisch - lass die Funktion aktiv, damit du beim Lüften nicht zum Fenster hinaus heizt. Die Boost-Funktion heizt kurz kräftig auf, ohne dass du das ganze Profil ändern musst.

Häufige Fragen

Auf welche Stufe stelle ich ein manuelles Thermostat?

Die Zahlen entsprechen grob einer Raumtemperatur: Stufe 2 etwa 16 Grad, Stufe 3 etwa 20 Grad, Stufe 4 etwa 24 Grad - also rund 4 Grad pro Stufe. Das Sternchen ist Frostschutz (je nach Modell ca. 5-7 Grad). Für den Wohnraum ist Stufe 3 ein guter Startwert. Mehr dazu: Was die Zahlen am Thermostat bedeuten.

Sollte ich die Absenkung im Bad auch nutzen?

Ja, aber gezielt: Das Bad kurz vor der Nutzung (morgens/abends) auf Komfort hochfahren und dazwischen absenken. Ein Zeitplan trifft das besser als dauerhaftes Warmhalten.

Weiter geht es: Zahlen am Thermostat (Stufe 1-5) · Thermostat-Symbole · Heizkosten sparen · Thermostat-Finder · Thermostat-Vergleich